Pauline
Montag, 14. März 2011

Über Pauline: Pauline kam im Januar 2006 in Berlin zur Welt. Sie entwickelte sich zunächst regelgerecht, fing dann jedoch erst mit 19 Monaten an zu laufen, zog sich zunehmend in sich zurück und verlor schließlich bis zu ihrem 2.5 Lebensjahr die bereits erlernten Fähigkeiten, insbesondere motorischer und sprachlicher Art, beinahe gänzlich. Auch die Kontaktaufnahme zu anderen Menschen fand nicht mehr statt. Nach zahlreichen Arztbesuchen stellte eine Psychologin fest, dass Pauline als dreijähriges Mädchen auf dem Entwicklungsstand eines einjährigen Kindes war. Erst im September 2010 bekam Paulines Mutter schließlich eine eindeutige Diagnose mitgeteilt: Pauline ist ein Rettmädchen (www.rett.de) (anhand der medizinischen Symptomatik festgestellt, genetisch nicht nachgewiesen). Als Alleinerziehende Mutter besteht der Alltag von Paulines Mutter neben einer 35 Stunden Woche als Angestellte, Paulines Therapien und ihrer Pflege häufig aus Anträgen und Verhandlungen mit der Krankenkasse, die diverse Therapien nicht, oder nur zum Teil übernimmt. Mit viel Mühe, Geduld, oft auch selbst finanzierten Therapien und vor allem mit viel Liebe, schaffte Paulines Mutter es, Paulines Entwicklung ein wenig zu fördern. Besonders bei der Therapie im Bewegungsbad, der Logopädie und der Hippotherapie zeigt Pauline tolle Fortschritte. Ein erster Blickkontakt ist möglich. Die ersten Laute kommen zurück. Beide Therapien geben dem kleinen Mädchen Schritt für Schritt ein Stück ihrer Selbständigkeit zurück.

Unser Engagemen t:

Als genetisch bedingte Veränderung, kann das Rett-Syndrom derzeit leider durch keine Therapie ursächlich behandelt oder gar geheilt werden. Allerdings gibt es eine Vielzahl von unterstützenden Therapien, die den Kindern das Leben erleichtern können. Dazu gehört bei Pauline insbesondere die Hippotherapie, welche von der Kasse nicht gezahlt wird. Helenes Helfer e.V. übernimmt für Pauline ab März 2011 die nächsten Sitzungen der wöchentlichen Hippotherapie.

 

Update Oktober 2011 - Therapierad für Pauline

Seit ein bis zwei Jahren schaute Pauline sehnsüchtig jedem Fahrrad hinterher, ihre Mutter beantragte daher ein besondere Therapierad zur Förderung der Motorik bei der Krankenkasse. Hände und Füsse werden fixiert und mittels einer Automatik wird deren Motorik gefördert, die Mutter kann über eine Stange mitlenken. Die Krankenkasse genehmigte das Dreirad, allerdings nur unter der Auflage einer Zuzahlung, welche Helenes Helfer e.V. nun übernahm.

Paulines Mutter beschreibt: "Besonders toll ist, das ich sie durch die Schiebe- und Lenkstange unter Kontrolle habe, sie aber trotzdem selbstständig lernt zu treten (d.h. sie lernt den Bewegungsablauf). Da sie sonst ihre Händchen nur selten für eine sinnvolle Handlung benutzt, ist gerade auf dem Fahrrad eine rege und richtige Handbewegung zu erkennen, ihr Sitz hat sich stabilisiert und auch die Koordinationen verinnerlicht sie immer besser. Aber am wichtigsten ist, das strahlen in den Augen wenn wir mit dem Dreirad raus gehen."