Musiktherapie für Ella
Sonntag, 15. April 2012

Seit dem Start des Kindertageshospizes KinderLeben in Hamburg finanzieren wir von Helenes Helfer den musiktherapeutischen Bereich der Einrichtung.

Unsere neuste kleine Patientin ist die kleine zweijährige Ella. Ella leidet an einer unbekannten neurologischen Erkrankung. Seit Februar 2012 wird sie von unserer Musiktherapeutin in den Räumen von KinderLeben einmal wöchentlich begleitet. Da Musiktherapie nicht in den Leistungskatalog der Krankenkassen fällt, wird sie von Helenes Helfer e.V. finanziert.

Bei Aufnahmen für einen Fernsehbeitrag wurde auch die musiktherapeutische Situation zwischen Ella und der Musiktherapeutin Judith Sonntag gefilmt. Im folgenden Filmausschnitt sind einzelne Szenen zu sehen, die Judith Sonntag reflektiert und kommentiert. (Filmausschnitt, Einspieler bei Minute 48):

"Mir ist es wichtig, dass ich Ella zugewandt bin. Ich versuche, ihren Blick zu erhaschen. Neben dem Spiel auf der Gitarre und kleinen Rhythmusinstrumenten ist die Stimme das verbindende Glied zwischen Ella und mir. Ella wählt die Stimme, um Sich-mitzuteilen und In-Kontakt zu gehen. Die Laute aufgreifend und variierend treten wir auf diese Weise miteinander in Beziehung: „ahh“ – „uauah“ –„ohahaoah“.

Die in der Therapiestunde gesungenen Kinderlieder bieten die Möglichkeit, Emotionen auszudrücken und Situationen zu benennen: „Kuckuck, kuckuck ruft´s aus dem Wald. Lasset uns Singen, Tanzen und Springen. Frühling, Frühling wird es nun bald.“ Ella ist zwei Jahre alt. Ihre Mutter sagt im Interview mit TIDE TV „Sie hat irgendeine neurologische Erkrankung, man hat bisher nicht herausfinden können, was. Sie hat fast seit Geburt epileptische Anfälle, die sich nicht einstellen lassen durch Medikamente und ja, es ist ein Entwicklungsstillstand. Sie kann letztlich gar nichts außer Schlucken und ganz bisschen greifen. Was sie gerne hat, ist alles was mit Musik zu tun hat; hier gibt es auch eine Musiktherapeutin, das ist natürlich eine feine Sache, dass Ella diese bei KinderLeben e.V. bekommen kann…“.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. April 2013