Projekte Musiktherapien Berlin
Musiktherapien in Berlin

Seit Ende 2010 unterstützen wir mithilfe unseres Musiktherapeuten Roland in Berlin und Umgebung verschiedene Kinder mittels einer Musiktherapie. Je nach Bedarf findet diese Therapie in der häuslichen Umgebung und gern auch unter Einbezug der ganzen Familie statt. Eine Besonderheit ist unser Einsatz in der Kinderwohngemeinschaft "Max und Moritz" in Berlin seit Herbst 2017. Dort leben schwerst mehrfach behinderte Kinder, die intensivpflegerisch 24 Stunden am Tag betreut werden. Dorthin fährt unser Musiktherapeut wöchentlich, um den Kindern die Musiktherapie zu ermöglichen.

Ein Auszug aus Rolands Therapiebericht über seine Arbeit bei "Max und Moritz" von September 2018: "Der kleine Jonas (Name geändert) hat keine Atmung. Wenn er die Klänge der Trommel hört und die Töne der Gitarre, entspannt er sich. Das Besondere ist: Jonas fühlt sich dann so wohl, dass man Impulse zum Lufthüllen spüren kann, die Lust zum eigenen Atmen. Noch vor ein paar Wochen geriet er nach wenigen Minuten in Stress und brauchte die Ruhe seines Zimmers. Jetzt genießt er das wunderbar laute und leise Treiben der Musik. Jonas ist ein kleines Wunder. Er sieht nicht, er atmet nicht selbständig, er kann sich nicht selbständig bewegen. Und doch spürt man - wenn er so ruhig auf seinem Bett liegt, eine Hand auf seinen Stoffelefanten gelagert, die andere auf seinem Bären - den Unterschied zwischen einem Moment, wenn er schläft und einem, in dem er zuhört, die Klänge und den Rhythmus wahrnimmt. Auch die Apparate bestätigen das, Musik macht Jonas ein gutes Gefühl, beruhigt ihn, seine Herzfrequenz befindet sich in einem entspannten Bereich, wenn die Gitarre spielt und er im Rhythmus dazu bewegt wird."

Zusätzlich erhält Luise (Name geändert) wöchentliche Musiktherapie mit Roland bei sich zu Hause. Dort wird sie von ihrer Familie versorgt. Roland berichtet im September 2018: "Das Jahr 2018 war ein Auf und Ab - zwischen Angst und Freude. Dieser kleine Sonnenschein mit dem unglaublichen Lebenswillen erlitt in diesem Jahr zwei kleine Schlaganfälle. Aber sie rappelt sich immer wieder auf. Ihre Stärke wächst jeden Tag und lässt sogar ihre Ängste vor Tieren und Menschen verschwinden. Sie ist stolz, weil sie es geschafft hat, schon zweimal zu reiten. Sie bezeichnet jeden Besucher als Freund und schafft nach 4,5 Jahren die ärztliche Untersuchung ohne Tränen. Sie trotzt allen ärztlichen Vorhersagen und geht einfach ihren eigenen Weg. So auch in der Musik. Am liebsten spielt sie das musikalische Stopp-Spiel. Auf ein Zeichen von ihr lässt jeder sofort sein Instrument verstummen. Auf ein anderes Zeichen setzen alle dann gemeinsam wieder ein. Die Musiktherapie ist ein fester und wichtiger Bestandteil ihres außergewöhnlichen Lebens geworden."


Informationen zu den abgeschlossenen Therapien finden sich unter den folgenden Links: