Delphintherapie für Laurin
Dienstag, 10. Januar 2012

Helenes Helfer e.V. ermöglichte Laurin im November 2011 in Zusammenarbeit mit mydolphins GmbH eine delphinunterstützende Therapie.

Über Laurin: Der heute fünfjährige Laurin kam in der Nähe von Hamburg zur Welt. Seine Mutter beschreibt die Geburt als einen „glatten Rauswurf“.Die Versorgung war offensichtlich nicht mehr gut gewährleistet. Nichts ungewöhnliches, wenn man über den Termin ist.

Als Laurin in die Arme der Ärztin sprang nahm sie ihn sofort mit, saugte ihn immer wieder frei, das Atemgeräusch war merkwürdig. Die Werte waren nicht gut und er bekam nicht gut Luft. Drei Wochen Krankenhausaufenthalt folgten, zwei davon auf der Intensivstation. Man stellte den kleinen Mann völlig auf den Kopf. Durch die schnelle Geburt war sein Köpfchen leicht deformiert, eine Gesichtshälfte hing etwas, tiefsitzende Ohren und ein kleiner Gesichtsschädel gaben Rätsel auf. Keine Bewegung, keine Kraft.

Laurin ist überempfindlich an Kopf, Gesicht, Mund und Hände. Er hat im ersten Lebensjahr nur gegessen, geatmet, geschlafen und niedlich geguckt. Bewegung gleich null. Kein Spielzeug genommen, Berührungen vermieden.

Mit 1 ½ Jahren entwickelte Laurin eine Technik, auf dem Bauch sich nur mit den Armen ziehend fort zu bewegen. Mit zwei Jahren hat er sich von Bauchlage in den Froschsitz geschoben und der Froschhüpfer war geboren. Das froschen ging 1 ganzes Jahr und mit unserer Hilfe stand er dann und bewegte sich mit ca. 3 Jahren. Alleine gelaufen ist er mit 3 ½ Jahren kurz vor Beginn des Kindergartens.

Viele Arztbesuche waren vergebens, immer ohne Resultat. Muskelschwäche steht immer wieder ganz oben auf den Berichten. Wahrscheinlich aus Kraftmangel schielt Laurin auf beiden Augen nach außen, wir kleben abwechselnd die Augen und er hat seit einem Jahr eine Brille. Seit einigen Monaten spricht er sogar ein paar Worte. Jetzt mit 5 Jahren sind es schon Zweiwortsätze und mehr.

Laurin lebt mit seinen Eltern und seinem drei Jahre älteren Bruder in der Nähe von Hamburg. Gerade im Bereich der Muskelstabilisierung konnten Therapien mit Delphinen immer wieder große Erfolge erzielen, daher wünschten sich Laurins Eltern schon lange, an einer delhpinunterstützenden Therapie teilnehmen zu können.

Nachworte der Familie

"Wir sind wieder hier, im kalten Deutschland, mit den Gedanken sind wir aber noch dort, bei den Delphinen. Wir vier möchten auf diesem Weg noch einmal Danke sagen für die schöne, unvergessene Zeit. Die Eindrücke die wir sammeln durften sind mit Worten kaum zu beschreiben. Laurin hat sich voll und ganz auf diese wundervollen Tiere eingelassen, es hat ihm Spaß gemacht und uns auch. Ein ganz großes Lob an die Trainer, Mischa und Kira. Es ist schön anzusehen mit welcher Freude sie mit den Delphinen arbeiten und die Delphine somit mit den Teilnehmern. Wir wissen nicht was die Delphine tun, aber irgendetwas tun sie. Schon während der Therapie stellten wir fest, das Laurin viel mehr sprach als sonst. Er scheint im Moment sprachlich zu explodieren, zusammenhängende Sätze, ein richtiges Gespräch findet zwischen uns statt. Sein Gangbild scheint nicht mehr so "patschend" er wirkt größer, aufrechter. Seine Körperspannung ist eine ganz andere. Wir sind gespannt was noch alles passiert! Auch wir möchten gern wiederkommen. Viele, vielen Dank an alle!"