Delphin-Therapie für Andre
Montag, 29. April 2013

Andre leidet an einer starken Entwicklungs- und Sprachverzögerung und ist mit seinen 12 Jahren auf dem Stand eines zweijährigen Kindes. Nach einer komplikationslosen Geburt wurde bei Andre erst im Alter von 2 Jahren eine Schwerstbehinderung festgestellt. Er leidet an autistischen Züge, kann sich ohne Hilfe nicht An- oder Ausziehen, ist inkontinent und kann sich entsprechend selbst nicht versorgen.

Durch ein delphinunterstützte Therapie in Belek Anfang 2011 begann Andre zu sprechen (ca. 15 einzelne Wörter) und lernte, ohne Stützen Fahrrad zu fahren. Ärzte empfahlen der Mutter eine weitere Delphin-Therapie durchzuführen.

Mit diesem Anliegen wendete sie sich im vergangenen Jahr an Helenes Helfer e.V.

Die von uns finanzierte Therapie fand im Herbst 2012 in Belek (in Zusammenarbeit mit mydolphins GmbH) statt.

 

Wir freuen uns über den Erfahrungsbericht, den uns Andres Mutter einige Wochen nach dem Urlaub zukommen ließ:

"Die Zeit in Belek war sehr entspannt und positiv für uns alle. Der Vater der Kinder (Anmerkung Helenes Helfer: Andre hat eine ältere Schwester) ist mit zu den Delfinen geflogen und es war für Andre sehr aufregend, denn er konnte seinem Papa ja schon die Delfine vorstellen und alles zeigen was er schon kannte. Darüber war er sehr stolz.

Das Schwimmen mit den Delfinen gestaltete sich anfangs schwierig, denn Andre testete erst mal wieder alle Therapeuten aus. Er versuchte wie weit er gehen konnte und wollte nicht im Wasser bleiben. Aber die ruhige Art und Stimme der Therapeuten machten es immer wieder Möglich Andre von neuem auf die Delfine zu konzentrieren.

Nachdem Andre merkte, dass er sich vom Delfin allein durchs Wasser ziehen lassen konnte und durfte, war er wahnsinnig froh und unheimlich stolz, das seinem Papa präsentieren zu können. Mittlerweile werden bei My Dolfins auch Belugawale eingesetzt und Andre sollte auch versuchen auf dem Wal zu schwimmen. Alle waren sehr gespannt aber auch sehr skeptisch, ob das klappen würde. Andre wurde nach einigen Minuten Einweisung, Spielen und Vertrauen zum Wal aufbauen, mit der Therapeutin Sabrina auf den Wal gesetzt und los gings.

Es ging mir durch und durch, denn Andre konnte vor lauter Lachen und Freude kaum an sich halten. Die Therapeutin meinte dann, dass Andre sich auch allein festhalten soll und ganz allein auf dem Wal schwimmen soll. Nun ist es ja so, dass ein Wal keine Rückenflosse hat, an der man sich festhalten kann. Man muss sich mit den Beinen an den Bauch des Wales festklemmen und dann das Gleichgewicht halten. Keiner hielt es für Möglich das Andre das schafft. Ich kann ihnen sagen. Ich habe noch nie so gezittert, wie in dem Moment. Andre wurde auf den Wal gesetzt, es wurde nur gerufen: halt dich fest und Andre hielt sich fest. Dieses Gefühl werde ich nie mehr vergessen. Ich zittere noch, während ich ihnen das schreibe. Ich danke Sabrina so sehr, das sie an Andre geglaubt hat. Sie hatte keinerlei Zweifel das Andre das packt.

Andre ist jetzt nach fast 8 Wochen immer noch sehr aufgewühlt, wenn er Bilder von den Delfinen oder den Belugawalen sieht. Er schaut jeden Tag das Video der Therapie an. Andre ist nach der Therapie sehr ruhig und selbstbewusst geworden. Er entwickelt sich gut und weiß was er will und was er nicht will. Ich Danke Ihnen sehr, dass sie uns die Therapie ermöglicht haben."