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Martina     Donnerstag, 09. September 2010| Berlin
**Selber Eintrag wie auf der alten Homepage**

Liebe Marisa und Johannes,

ich wünsche Euch viel Kraft für die schweren Stunden. Ich bin in Gedanken bei Euch und hoffe das hier Euch gegenseitig halt gebt.
Wie schafft ihr das nur? Hut ab!

Liebe Helene,
seit ich das erste mal von dir gehört habe, bist du mir nicht mehr aus den Kopf gegangen. Du hast seitdem einen festen Platz in meinen Gedanken und vorallem in meinem Herzen.
Dein Tod hat mich wahnsinnig erschüttert und mich aus der Bahn meiner "heilen Welt" gerissen. Seitdem ist alles anders.
Lange habe ich nicht mehr geschrieben... weil mir einfach die Worte fehlen.
Es tut mir von Herzen sehr weh, dass deine Eltern dich gehen lassen mussten und so viel Schmerz dadurch erfahren mussten.
Sie dürfen Dich nie wieder in den Arm nehmen, dein Lachen sehen und deine glucksenen Geräusche lauschen... das alles ist für mich völlig unbegreiflich. Dann schaue ich zu meiner Tochter, die inzwischen 3 1/2 Jahre alt ist und fröhlich umhertollt, lacht und nur Unfug im Kopf hat und ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Kann ich hier schreiben, wie glücklich ich mit und über mein Kind bin, wenn deine Eltern so traurig sind ?
Helene, all das, was ich bis jetzt mit meiner Tochter erleben durfte, habe ich dir und deinen Eltern so, so, so sehr gewünscht.
Pass auf sie auf und schenke ihnen ein Zeichen, dass sie ohne schlechtes Gewissen Platz für Neues schaffen dürfen.

Ich schicke dir ganz viele Luftballon in den Himmel als Zeichen, dass du hier nicht vergessen bist.

Marisa, Johannes .. ich schicke Euch ganz viel Kraft und Hoffnung, dass bei euch recht bald ein ganz besonderer Sonnenschein einzieht.
Das wird das geschehen nicht vergessen machen, aber es bringt euch vielleicht wieder eine andere Sichtweise nahe.

Ich umarme Euch aus der Ferne

Viele Liebe Grüße
Martina

Marco     Dienstag, 07. September 2010| Hamburg
Liebe Marisa, lieber Johannes,
heute ist es nun soweit und der Tod Eures kleinen Engels jährt sich zum ersten Mal. Überall wo ich "aktiv" bin habe ich Helene heute wieder ins Gedächtnis gerufen und trotzdem graut es mir vor der Uhrzeit 22:30 Uhr. Irgendwie mag ich es immer noch nicht glauben: Nicht nur die Tatsache das alles mittlerweile ein Jahr her ist, sondern auch die Tatsache das Helene mir immer noch sehr nah und immer noch ein Thema ist welches mir mehr als unter die Haut geht. Irgendwie habe ich immer noch das Gefühl mit Helene hat mich weit mehr verbunden als nur die Tatsache das ich an der Aktion in Hamburg damals teilgenommen habe. Das Bangen und Zittern, die Freude und die Tränen, alles hat sich ganz tief in mein Herz eingebrannt und für mich ist Euer kleiner Engel einfach unsterblich geworden. Es gibt das Sprichwort "Ein Mensch stirbt erst wenn man ihn vergisst" und ich denke Helene wird nie vergessen. Nicht nur durch Euren Verein und die Aktionen der DKMS sondern auch dadurch das viele Menschen sie bis heute in ihrem Herzen bewahren.
Ich sende Euch ganz besondere Grüße.
Und für Dich Helene zünde ich heute eine Kerze an um Dir weiterhin zu leuchten und Dir Wärme zu senden.

Yvonne V.     Dienstag, 07. September 2010| Berlin
Liebe Marisa, lieber Johannes,
ich bin heute in Gedanken ganz nah bei Euch, an diesem schweren Tag…
Eure kleine Tochter wird immer einen festen Platz in meinem Herzen haben!

Hier noch ein weiteres Lied von UNHEILIG für Euch, das ich, mit Tränen in den Augen, heute irgendwie im Dauer-Repeat hören könnte. Super traurig, aber dennoch wunderschön!

Helene, kleines Engelchen, ich denke heute ganz fest an Dich…
„…UND VERGESSE NIEMALS, WER DU WARST.“
- Ich schicke Dir mein Herz!!! -


SONNENTAG (von Unheilig)

Bilder längst vergangner Tage
Erzählen vom Glück.
Worte, von Erinnerung getragen,
Bleiben hoffnungsvoll zurück.
All die verzauberten Momente,
Wie auf altem Papier
Bringen dich wieder zu mir.

Refrain:
Ich stell mir vor, wo du bist,
Und höre, was du sagst.
Ich stell mir vor, was du denkst,
Und fühle, was du magst.
Ganz egal, wo du auch bist,
Ich weiß, dass du mich siehst,
Und vergesse nie, wer du warst.

Die Zeit flog an uns vorbei,
Und die Welt erschien zu klein.
Uns gehörten alle Träume
Für eine kurze Ewigkeit.
Ein Monument aus Stein und Worten
Erzählt mir von dir.
Und du bist wieder bei mir.

Ein langer Weg, ein letzter Marsch,
Heut an diesem Sonnentag.
Schenke dir jetzt mein Geleit.
Wir machten alles zu zweit.
Ich spreche leise zu dir,
Nur dass du weißt, ich bin hier.
Immer bei dir.

Refrain:
Ich stell mir vor, wo du bist,
Und höre, was du sagst.
Ich stell mir vor, was du denkst,
Und fühle, was du magst.
Ganz egal, wo du auch bist,
Ich weiß, dass du mich siehst,
Und vergesse nie, wer du warst.

Ich stell mir vor, wo du bist,
Und höre, was du sagst.
Ich stell mir vor, was du denkst,
Und fühle, was du magst.
Ganz egal, wo du auch bist,
Ich weiß, dass du mich siehst,
Und vergesse niemals, wer du warst.

Marion     Dienstag, 31. August 2010| Koblenz
Hallo Ihr Lieben,

sitze hier mit eiskalten Fingern und kriege sie heute einfach nicht warm. Muß andauernd an Dich, kleine Helene, denken und bin doch immer wieder sehr traurig. Es kommt so in Wellen und es ist dann auch eine Wehmut über meine vorangegangenen Freundinnen und das kleine Mädchen, Maya, meiner besten Freundin in HH mit dabei. Vielleicht die herbstliche Stimmung, vielleicht "Dein" heranrückendes Datum... - Ich weiß es nicht.

Am Sonntagabend haben wir mit unserer Jule einen großen Schreck gekriegt: Eigentlich sollte unsere süße Hexe ja endlich schlafen, aber irgendwie war sie von einer Geb.-Feier bei Freunden so aufgedreht, daß wir sie noch erzählen und brabbeln hörten. Als sie einmal so "aufkiekste", dachte ich mir nichts weiter dabei, ging aber mal nachschauen und wollte gerade anfangen zu "schimpfen", als sie mir zuvor kam: "Hab' izz runterdesluckt!" Kam gleich als erstens und ich machte doch mal das Nachtlicht an und rief dann auch gleich nach Jürgen, weil ich doch einen großen Schreck bekam. Jule war mit einem Hockerchen ans Regal ran und hat sich die Leucht-Deko-Steine ihrer Oma geschnappt, weil sie noch "pielen" wollte. Dabei hat sie einen Stein in den Mund genommen und prompt verschluckt. Der Stein ist etwas größer als ein Aprikosenkern und aus irgendeinem Leuchtplastik und sehr glatt.

Angesichts der Größe und dem Material konnte ich allerdings nicht anders, als sie sofort einzusammeln, eine kleine Tasche zu packen und dann sind wir im kurz vor 21 h in die Kindernotaufnahme des hiesigen Krankenhauses gefahren. Mir war das nicht geheuer und ich wollte mich lieber auslachen lassen, als was verpennt zu haben.

Julchen ging es mittlerweile wieder ganz normal und sie fand es hochinteressant, am Sonntagabend noch mal wieder raus zu dürfen. Mir selbst war kotzeübel und ich dachte die ganze Zeit nur: "Meine Güte, wie hat sie den nur runtergekriegt, wie ist dieser "Oschi" bloß durch den zarten Kinderhals durch, etc....." - Richtig wohlfühlen ist was anderes.

Nun war ich mit Jule noch nie dort und mußte mich im Dunkeln erstmal über das Gelände lotsen. Jürgen hatte ich überredet, Zuhause zu bleiben, weil er am nächsten Tag um 4:00 h aufstehen mußte, um seinen Flieger nach HH zu kriegen. Also trudelte ich mit Julchen alleine in der Kindernotaufnahme ein. Gottseidank war nur ein weiteres kleines Mädchen "vor uns", denn die 1 Std. Wartezeit hat schon gereicht und als wir gerade da waren, kamen jede Menge kleiner Kinder noch nach und ich dachte immer nur: "Himmel, die kleinen Würmchen!"

Der Arzt guckte sich den mitgebrachten "Musterstein" von mir an und meinte nur: "Respekt, junge Dame." Da die Atemwege alle frei waren und sie keinen Druckschmerz irgendwo im Bauchraum hatte, durften wir um 23:30 h wieder nach Hause. Bis dahin war Julchen putzmunter (ich weiß nicht, mit welchem "Benzin" sie läuft, aber sie hält echt immer superlang durch --> da werde ich immer schon vom Zusehen müde....), aber danach war endlich sofortiges Einschlafen angesagt. Der Arzt hatte mich darauf hingewiesen, daß Übelkeit + Erbrechen ein Hinweis darauf seien, SOFORT wieder zu kommen, worauf ich alle Türen sperrangelweit aufließ und "Patrouille" lief.

Morgens erwachte sie dann quietschfidel, aber als wir sie aus dem Schlafi schälen wollten, wurde sie auf einmal kalkweiß, kippte mir entgegen und erbrach sich, worauf ich Adrenalin "für alle" hatte, in die Schuhe sprang, mir Kind + Tasche schnappte und wieder auf dem Weg in die Notaufnahme war. Zwischendurch Mann, Chef + Büro verständigte und doch sehr aufgewühlt immer wieder in den Rückspiegel guckte.

Als wir dann wieder im Krankenhaus waren, hatte sich Jule soweit wieder gerappelt, daß ich langsam wieder "runterkam" und klare Antworten geben konnte. Mannomann, hatte ich Muffensausen gehabt!! Der Arzt, noch der gleiche von nachts, der Ärmste, meinte, daß der Stein wahrscheinlich durch das Aufstehen in Bewegung geraten ist und seinen Weg durch die enge Magen-Darm-Passage angetreten hat und für eine kurze Zeit dadurch die Blockade aufgetreten ist, die dieses Zusammenklappen + die Übelkeit verursacht hat. Wir blieben noch 2 Std. zur Beobachtung im Wartebereich und Julchen bekam in der Zeit auch ganz viel zu trinken und mehrere Zwiebäcke zum Mümmeln, weil man sehen wollte, ob alles drin bleibt oder die Übelkeit wiederkommt, was einen Magen-/Darm-Verschluß hätte bedeuten können. Während ich also nervös mein Kind beobachtete, nahm Julchen genüßlich die Spielecke auseinander und scherte sich nicht um die besorgte Mama, was bei mir dann auch die Warnsignale runterfahren ließ.

Heute gings dann wieder normal in den Kindergarten und alles weitere muß ich eben so gut es geht beobachten.

Pfffh, habe noch viel darüber nachdenken müssen, was gewesen wäre wenn.... und komme nur zu Bauchweh-erregenden Szenarien. Julchen hat schon vor einem Jahr die 4 Steine von der Oma abgestaubt und wir hatten ihr bereits 1000 Mal gebetsmühlenartig erklärt, daß die nicht in den Mund gehören und sie war sowieso nie ein "ich-probier-das-mal-zu-Verschlucken"-Kind und dann hatten wir sie auch - wie wir meinten - außerhalb ihrer Reichweite gelagert, allerdings ihrem Wachsen nicht entsprechend Rechnung getragen.... - Ob nun dummer Zufall, naive Eltern oder was auch immer, ich bin nur froh, wenn jetzt noch alles "so" gegangen ist und hoffe, daß bald alles ausgestanden ist.

Nun ja, liebe Grüße von der geschlauchten Mama!!!!!

Eure Marion

Yvonne V.     Donnerstag, 26. August 2010| Berlin
Hallo Ihr alle,

ich wollte mich auch wieder zurück melden. Wir haben die letzte Schulferienwoche an der polnischen Ostsee verbracht. Ich habe es sehr genossen, einfach etwas Zeit für mich zu haben, wieder mal ein Buch zu lesen usw. Jetzt bin ich dabei, mich durch die Wäscheberge zu kämpfen und eine Waschmaschine nach der nächsten zu befüllen. Bin irgendwie immer noch nicht durch mit der schmutzigen Wäsche. (Es ist einfach unglaublich, wie viel so anfällt, wenn man Bettwäsche, Handtücher etc. für sechs Personen mitnehmen muss!)

Die Schule hat begonnen und der Alltag hat uns wieder. Jetzt muss alles wieder unter einen Hut gebracht werden mit den neuen Stundenplänen, mit den verschiedenen Bringe- und Abholzeiten der Kinder. Meine Große hat im Urlaub ihren zwölften Geburtstag gefeiert und ist jetzt auf die Oberschule hinüber gewechselt. Da ist auch erst mal wieder vieles aufregend und eine Menge zu organisieren. Es ist die Schule, auf der auch mein Mann und ich schon waren. Einen kleinen Teil der alten Lehrer gibt es doch tatsächlich noch, und es ist irgendwie lustig, nun mal alles aus der Eltern-Perspektive zu sehen. Außerdem heiratet in zwei Wochen meine jüngste Schwester, und ich bin immer noch jeden Tag fleißig dabei, an der Hochzeitszeitung zu schreiben. (Wundert Euch also nicht, wenn ich hier im Moment schreiberisch etwas weniger in Erscheinung trete. Ich schaue trotzdem jeden Tag auf beide Seiten!)

Auch im Urlaub habe ich viel an Helene und Euch, liebe Marisa und lieber Johannes, denken müssen. Jeden Abend bin ich noch mal zum Strand runter und habe mir das Wasser um die Füße spülen lassen. Wenn man so auf das weite wellige Meer hinausschaut, während die Sonne gerade untergeht, das ist so eine schöne, aber auch sehr wehmütige Stimmung. Rebekka und ich haben bei unseren abendlichen Spaziergängen am Ufer entlang viele Steine gesammelt. Einfache Steine, nichts Besonderes, aber trotzdem, wie ich finde, jeder für sich wunderschön. Einmal haben wir einen Stein entdeckt, der wie ein Herz aussieht. Als ich ihn so in meiner Hand hielt, war da sofort wieder der Gedanke an Helene! Rebekka möchte ihn noch rot anmalen. Ein Herzchen für Helene, die für immer in unseren Herzen ist…

Grüße Euch alle ganz herz-lich! Yvonne


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