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Musiktherapie für Kristallkinder Drucken E-Mail
Mittwoch, 16. Dezember 2015

Seit Juni 2014 arbeiten wir mit der Kristallkinder Intensivpflege Wohngemeinschaft in Petershagen bei Berlin zusammen. Eine der Mitbegründer ist der Pflegedienst Gänseblümchen, mit dem wir bereits seit 2011 kooperieren. Bei den Kristallkindern leben Kinder mit einem besonderen medizinischen und pflegerischen Betreuungsbedarf vorübergehend oder auf Dauer. Derzeit leben dort in der sehr jungen Einrichtung drei Kinder, weitere Zimmer werden gerade eingerichtet, damit bis zu sieben Kinder im Haus der Kristallkinder leben können.

Im Unterschied zu den klassischen Pflegediensten erfolgt die Versorgung direkt im Haus. Die kleinen Patienten werden nach einem ganzheitlichen Konzept im 1:1-Verhältnis pflegerisch betreut, pädagogisch gefördert und menschlich umsorgt.

Helenes Helfer e.V. unterstützt die in dieser Wohngemeinschaft lebenden Kinder bei Bedarf durch Therapien oder therapeutische Hilfsmittel, welche von der Krankenkasse nicht übernommen werden. Insbesondere ermöglichen wir den Kindern in der Wohngemeinschaft seit Oktober 2014 zweiwöchentliche Musiktherapie mit unserem Therapeuten Roland.

Update Mai 2015:

Unser Musiktherapeut Roland berichtet von der Therapie bei den Kristallkindern:

"Seit ein paar Monaten gehe ich im Auftrag von "Helenes Helfern" in die Intensivpflegeeinrichtung "Kristallkinder" nach Petershagen. Dort wohnen 5 bis 6 Kinder, die rund um die Uhr intensivpflegerisch betreut werden müssen. Die Musiktherapie - alle vierzehn Tage - ist ein schönes Highlight im Alltag sowohl der Kinder als auch der MitarbeiterInnen. Es ist ein schönes Ritual entstanden: Am Anfang sitzen wir alle in einer großen Runde und singen Lieder, die uns allen Spaß machen - von Hänschen klein bis Nenas "Wunder geschehen". Danach bekommen alle Kinder einzeln ihre ganz persönliche musikalische Zuwendung. Manchmal auch unter Mithilfe der Mamas oder Papas. Die Kinder können, je nach Lust und Möglichkeiten, auch Instrumente spielen: zum Beispiel die große tief und voll klingende Rahmentrommel, die Ozeandrum, oder andere  interessante Perkussionsinstrumente. Gerne nehmen die Angehörigen auch eine psychotherapeutische Beratung in Anspruch, um Hilfe im Umgang mit ihrer sehr schwierigen familiären Situation zu finden.

Die Kinder und die Kolleginnen der "Kristallkinder" bedanken sich herzlich für die schönen musikalischen Stunde der letzten Monate. Sie würden sich sehr über eine Verlängerung der Musiktherapie für ein weiteres viertel Jahr freuen."

Update Dezember 2015:
Ein neuer Bericht von Roland über die zweiwöchentliche Therapie bei den Kristallkindern:
"Seit über einem Jahr gehe ich nun in die Intensivpflegeeinrichtung "Kristallkinder" nach Petershagen. Dort wohnen Amor, Anika, Adrian, Simon, Tom und Leon, die rund um die Uhr intensivpflegerisch betreut werden müssen. Die Musiktherapie – leider nicht über die Krankenkassen finanzierbar – ist dort ein fester Bestandteil des Therapieangebots geworden. Sie wird nicht nur von den Kindern geschätzt, sondern auch von den mithörenden und mitmachenden Kolleginnen und Kollegen.
Amor ist jetzt richtig angekommen und somit viel wacher und aufmerksamer geworden. Beispielsweise kann er über einen längeren Zeitraum die Augen offen halten. Er toleriert Therapien allgemein besser. Er ist weniger berührungsempfindlich und hat stabilere Gesundheitsphasen. Die Musik kann er sehr genießen.

Anika hat sich stark entwickelt. Sie ist sehr mobil (bewegt sich auf dem Po sitzend vorwärts), beginnt sich an Dingen hochzuziehen, ahmt nach, lernt gerade Gebärden, um sich mitzuteilen, sie lautiert immer mehr, auch und gerade bei der Musiktherapie. Sie versucht Nahrung über den Löffel allein zu sich zunehmen und schafft es auch mal selbständig zu schlucken. Sie ist allgemein sehr aufmerksam und an ihrer Umwelt interessiert.
Anika geht jetzt für 30 h in der Woche in die Kita und kann so auch mehr soziale Kontakte aufbauen zu gleichaltrigen Kindern und gemeinsam mit ihnen und von ihnen lernen.

Adrian er hat gelernt, gemeinsam mit dem Pflegepersonal, Möglichkeiten der Beruhigung zu finden. Er hat neue Methoden entwickelt, sich in aufregenden  Situationen zu regulieren und er kann auch klarere Signale senden, wenn er sich überfordert fühlt. Das geschieht bei der Musik jedoch fast nie. Die Musik ermöglicht ihm eher die Tiefenentspannung.

Simon konnte im letzten Jahr seinen Entwicklungsstand beibehalten und geht wöchentlich ein bis zweimal in eine Kita als Besuchskind.
Neu in der WG sind Tom, 13 Jahre und Leon, 7 Jahre.
Beide Kinder haben schon vorsichtig, aber doch neugierig, Kontakt mit der Musik aufgenommen.
Die Kinder und die Kolleginnen und Kollegen der "Kristallkinder" bedanken sich herzlich für die schönen musikalischen Momente im letzten Halbjahr. Sie würden sich sehr über eine Verlängerung der Musiktherapie im neuen Jahr freuen."
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. Dezember 2015
 
Musikterapie für Mia Drucken E-Mail
Sonntag, 26. Oktober 2014

Mia ist drei Jahre alt und geht seit einigen Wochen tagsüber in die integrative Kindertagesstätte Kinderpropeller.Dort findet sie durch ihr strahlendes Lächeln schnell Kontakt zu den anderen Kindern, ErzieherInnen und HeilpädagogInnen der „Mondgruppe“.


Mia hat eine Stoffwechselerkrankung und leidet im Alltag vor allem unter immer wiederkehrendem Brechreiz und Erbrechen. Ihre Entwicklung war bis zum ersten Lebensjahr unauffällig, seitdem sind sowohl sprachlich als auch motorisch eine Rückentwicklung zu beobachten. Aktuell kann Mia nicht alleine sitzen, ihre Sprache besteht vorwiegend aus ein oder mehrsilbigen Lauten und einigen wenigen Worten. Sie versteht kognitiv alles und reagiert so, dass sie gut zu verstehen ist in dem was sie möchte beziehungsweise nicht möchte.

Zur Musiktherapie kam Mia im ersten Halbjahr 2014 gemeinsam mit ihrer Mutter in die Praxis der Musiktherapeutin Judith Sonntag: Sie strahlt bereits beim Ankommen und nimmt ihr Gegenüber mit ihrem gewinnenden Lächeln und dem Blick aus großen Augen sofort ein. Sofort soll es losgehen, wir beginnen mit einem Begrüßungslied auf der Gitarre – hierzu spielt Mia entweder auf kleinen Rasseln oder sie schlägt mit einer Hand gemeinsam mit mir die Saiten der Gitarre an. Will sie ein bestimmtes Instrument spielen schaut sie in die jeweilige Richtung und sagt „AN“. Hierbei entwickelt sie einen großen Ehrgeiz und nach gelungenem Spiel eine große Freude. Instrumente die lange nachklingen, üben auf sie eine Faszination (z.B. die Chimes, ein Naturklangspiel oder der große Gong). Mia gelingt es mit einigem Kraftaufwand die Instrumente mit den Händen oder Schlägeln anzuschlagen, Pausen zu machen käme ihr in diesen Momenten nicht in den Sinn. Meine Rolle als Musiktherapeutin ist es dabei, sie in ihrem Tun und Handeln zu bestärken, sie zu spiegeln und in einen musikalischen Dialog zu treten. Dies geschieht vornehmlich auf den von ihr gespielten Instrumenten, mit der Stimme und der Gitarre. Mit Kommentaren und Spielvorschlägen, aber auch dem Verbalisieren von Gefühlen nimmt eine Schnecken-Handpuppe Einfluss auf das Geschehen. Überraschend schnell geht eine Musiktherapiestunde mit Mia zu Ende und schon ertönt das Abschlusslied, in dem alles Erlebte noch einmal benannt wird.

Sehr zur Freude von uns allen wird die Musiktherapie nun im Kinderpropeller fortgesetzt. Die Finanzierung ist durch eine Mischkalkulation durch die Kindertagesstätte und Helenes Helfer gesichert. Die bereits bestehende Beziehung zwischen Mia und Judith bietet eine sichere Grundlage für den therapeutischen Prozess, der nun in neuen Räumlichkeiten und mit anderem Instrumentarium stattfindet. Inmitten des Kita-Alltags findet Mia nun einmal wöchentlich in der Musiktherapie Zeit, sich mit Klängen verwöhnen zu lassen, ihre Eigenständigkeit im musikalischen Handeln zu erleben und eigene Ressourcen zu stärken. Es ist toll zu sehen, wie Mia sich im Kreis der anderen Kinder wohlfühlt und in deren Spiel eingebunden ist. Die Musiktherapie läuft in einer solch großen Selbstverständlichkeit in der Kita weiter, was alle Beteiligten sehr freut. Diese Therapieform ist hier neu hinzugekommen und es entstand durch Mia eine neue Kooperation zwischen der Therapeutin Judith Sonntag, der Institution Kita Kinderpropeller und Helenes Helfern. Das Kennenlernen der anderen Therapeutinnen (Logo, Physio, Ergo) und mit Blick auf das entsprechende Kind die eigenen therapeutischen Prozesse zu beleuchten und sich im Team auszutauschen, bereichert mich und sicher auch den musiktherapeutischen Verlauf, und somit Mia ungemein. Mia probiert mit meiner Unterstützung immer wieder neue Dinge aus, so wird das Liedrepertoire um „Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Schuh“ erweitert und Mia spielt nun mit Händen und Füßen mit. Als bekannt wurde, dass die Familie nach Hessen umzieht, merke ich an Mia und auch an mir zwei Gefühlsregungen: eine große Traurigkeit, dass wir uns hier verabschieden müssen und eine große Freude, dass nun die Kernfamilie nach einem Arbeitsplatzwechsel des Vaters wieder zusammen wohnt und zudem die weitläufigere Verwandtschaft auch in der Nähe ist. Liebe Mia, wir sagen Tschüss – mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Alle guten Wünsche für Dich und deine Familie wünscht Dir Judith.

Januar – Mai 2014: zehn Sitzungen in der Praxis für Musiktherapie Alte Wache Juni

Oktober 2014: fünfzehn Sitzungen in der Kita Kinderpropeller Kontakt über Frau Jahnke-Bauch, deren ambulanter Kinderkrankenpflegedienst Mia betreut.

 
Musiktherapie im Theodorus-Kindertageshospiz Drucken E-Mail
Sonntag, 26. Oktober 2014

Unsagbares wird ausgedrückt, bisher Ungehörtes findet Anklang.

Musiktherapie im Theodorus-Kindertageshospiz

Elemente der Musik sind überall zu finden: Ob es die Grundrhythmen des Lebens sind - der Herzschlag und die Atmung - , das melodiöse Lallen eines Säuglings oder ein älterer Mann, der vergnügt vor sich hin pfeift; in alldem zeigt sich, dass unser Menschsein nicht von Musik zu trennen ist. Sie verbindet uns mit unserer ganz persönlichen Lebensgeschichte, mit vertrauten Erinnerungen, Erfahrungen und Gefühlen.

Musik spendet Nähe, Trost und Wärme, stärkt unsere emotionalen Ressourcen und hilft, Ängste und Einsamkeitsgefühle zu lindern. Aus diesem Grund ist der Einsatz von Musiktherapie in der Arbeit mit lebensverkürzt erkrankten Kindern und Jugendlichen, bei denen oft existenzielle Fragen im Vordergrund stehen, besonders sinnvoll. Selbstverständlich sind wir nicht nur Ansprechpartner für die Kinder und Jugendlichen, sondern auch für deren Familien. Vor allem dort, wo Sprache an ihre Grenzen stößt, gelingt es in der Musiktherapie, Gefühle und Stimmungen auszudrücken, miteinander in Beziehung zu treten und eine vertrauensvolle Atmosphäre zu gestalten, in der Halt gefunden werden kann.

Mit Offenheit für Begegnung besuchen wir die Kinder und Jugendlichen im Theodorus- Kindertageshospiz. In dem lichtdurchfluteten, gut ausgestatteten Musiktherapieraum finden die Therapien in der Regel einmal wöchentlich mit einer der beiden Diplom- Musiktherapeutinnen Judith Sonntag und Mirjam Blümel statt. Finanziert werden die Therapien über den Verein Helenes Helfer e.V. und den Träger Pflegewerk Berlin. In der Musiktherapie kommen neben der Gesangsstimme, dem körpereigenen Instrument, die Gitarre, das Klavier sowie verschiedene Rhythmus-, Melodie- und Klanginstrumente zum Einsatz, die allesamt ohne Vorkenntnisse spielbar sind. Besonders Instrumente, wie das Klangbett, die Klangwelle oder die Klangschale, haben sich in der musiktherapeutischen Behandlung dieser Kinder und Jugendlichen bewährt, da die Musik nicht nur hörbar, sondern deutlich im körperlichen Erleben spürbar ist. Sich immer wieder neu auf das Gegenüber und die entstehende Atmosphäre einzulassen, sehen wir als Grundlage jedes therapeutischen Prozesses. Die Musik ist dabei unser Werkzeug. So gestaltet sich die gemeinsame Zeit immer wieder individuell und einmalig.

Judith Sonntag

Mirjam Blümel

Zuletzt aktualisiert am Montag, 27. Oktober 2014
 
Hippo-Therapie für Maggy Drucken E-Mail
Montag, 28. Juli 2014

Maggy kam im Jahr 2000 als scheinbar kerngesundes Kind zur Welt, im Alter von 2 Jahren begann ihr Leidensweg. Zunächst konnte sie nicht mehr laufen, dann nicht mehr stehen. 2003 wurde über einen Gentest das Rett-Syndrom diagnostiziert. Als genetisch bedingte Veränderung, kann das Rett-Syndrom derzeit leider durch keine Therapie ursächlich behandelt oder gar geheilt werden. Allerdings gibt es eine Vielzahl von unterstützenden Therapien, die den Kindern das Leben erleichtern können. Dazu gehört insbesondere die Hippotherapie (Reittherapie), welche von der Kasse nicht gezahlt wird. Maggy absolvierte in den Jahren 2010 bis 2012 jeweils 20 Einheiten Hippotherapie (Reittherapie) mit viel Erfolg, sie war nach jeder Einheit wacher und aufmerksamer.

Im März 2013 erkrankte Maggy (leider nicht zum ersten Mal) an einer schweren Lungenentzündung und hatte für das Jahr 2013 absolutes Reitverbot (Erschütterungen könnten erneut zu einem Lungenriss führen). Nach vielen Wochen Reha hat Maggy nun 2014 endlich wieder grünes Licht bekommen und darf wieder reiten! Maggy liebt die Reittherapie und kann mithilfe der Pferde tolle Fortschritte erzielen! Wir wollen ihr die Weiterführung daher unbedingt ermöglichen.

Die Hippo-Therapie findet in Zusammenarbeit mit Anett Engert (Physiotherapeutin mit Hippotherapielizenz) statt.

Unterstützen Sie unsere Finanzierung von Maggys Hippo-Therapie mit nur wenigen Klicks über dieses Spendenformular:

 

 
Musiktherapie für Seyma Drucken E-Mail
Montag, 28. Juli 2014

Seit Juli 2013 unterstützen wir die mittlerweile 3-jährige Seyma im Hamburger Theodorus Tages-Kinder-Hospiz. Unsere Musiktherapeuting Mirjam erzählt:

"Seyma ist eine kleine Person mit ausdrucksstarker Mimik. Besonders beeindruckend ist ihr Blick, wenn sie schlecht gelaunt ist; es ist aber auch immer wieder eine Freude, wenn ihr der Schalk aus den Augen blitzt. Mittlerweile ist Seyma drei Jahre alt und lebt zusammen mit ihren älteren Geschwistern und ihren Eltern. Aufgrund einer Stoffwechselerkrankung ist ihre Entwicklung umfassend beeinträchtigt. Die erste Begegnung zwischen ihr und der Musiktherapeutin Mirjam Blümel fand im Juli 2013 statt. Sie zeigte währenddessen deutliche Reaktionen auf verschiedene Klänge. Vor allem gefielen ihr die Gitarre, Klangstäbe und das Glockenspiel. Im Verlauf der Therapie entwickelten sich dann folgende Schwerpunkte: Körperwahrnehmung bzw. taktile Stimulation, dialogisierende Elemente und Kontaktanbahnung bzw. Entspannung durch Atemsynkronisation.

Seit dem Frühjahr 2014 findet die Musiktherapie wöchentlich statt, was die therapeutische Beziehung, im Vergleich zu den vorher unregelmäßigen Abständen, deutlich intensiver gemacht hat. Ab und zu kommt es vor, dass sie aufgrund von Unwohlsein die Begleitung einer Kinderkrankenschwester benötigt. Der enge körperliche Kontakt ist dann eine wichtige Komponente, um ihr Befinden zu verbessern. Ansonsten liegt sie gebettet in ein Stillkissen auf der Klangwiege oder dem Klangbett. Bei ersterem gibt es auf der einen Seite die Saiten eines Monochords. Zupft man sie an, gerät der Holzkorpus in Schwingung, die dann deutlich spürbar ist. Seyma genießt das immer wieder, vor allem wenn die Therapeutin dazu singt. Passen sich die Klänge ihrem Atemrhythmus an, entsteht intensiver Kontakt und sie kann sich entspannen. Ein weiteres Element der Therapie ist die Körperwahrnehmung. Meist werden zu Beginn ihre Gliedmaßen einzeln durch streicheln oder sanftes klopfen begrüßt. Im Anschluss daran wird das Lied „Es tanzt ein Bi-Ba-Butzemann“ gesungen und ihre Füße dazu im Rhythmus bewegt. Ihr selbst ist es nicht möglich Arme und Beine willkürlich zu bewegen. Je nach Stimmung, macht ihr das Lied viel Spaß und sie lächelt oder lacht dazu. Alternativ wird „Summ, summ, summ“ gesungen, was etwas ruhiger ist. Gerade in Stunden, in denen sie geplagt ist von unwillkürlichen Muskelzuckungen, kommen neben dem Monochord die Klangschalen zum Einsatz. Auch sie haben spürbare Vibrationen und wirken besonders intensiv, wenn sie auf den Körper aufgelegt werden. Neben ihrer Mimik äußert sich Seyma durch lautieren, schmatzen oder knurren. Dies wird von der Therapeutin entweder durch Imitation oder durch Instrumentalspiel beantwortet. So entstehen kurze Dialoge. Eine längere „Unterhaltung“ ist Seyma bisher nicht möglich gewesen. Es ist zu hoffen, dass im weiteren Verlauf die therapeutische Beziehung tragfähiger wird und Seyma weiterhin von der Musiktherapie profitieren kann."

 
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