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Sommerfest fundament gGmbH - Materialspende Drucken E-Mail
Montag, 24. September 2012

Seit einiger Zeit arbeiten wir mit einer Wohngruppe mit alternierend innewohnender Betreuung (WAB) der fundament gGmbH in Berlin zusammen.

Jedes Jahr veranstaltet die fundament gGmbH (ein freier Träger der Jugendhilfe) ein Familienfest für die betreuten Pankower Familien. Dieses Jahr fand das Fest Ende August 2012 unter dem Motto "Piraten" statt. Wir unterstützten das Fest durch die Anschaffung von den gewünschten Materialien: Glittertattoos.

"Durch die Unterstützung von Helenes Helfer e.V. konnten ca. 200 Kinder und Jugendliche mit einem wundervollen, bezaubernden oder auch coolen Glitzertattoo nach Hause gehen. Dieses war ein wirkliche Highlight des Festes."

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 02. April 2013
 
Musiktherapie für Maike Drucken E-Mail
Freitag, 22. Juni 2012

Seit Februar 2012 bekommt die zweijährige Maike einmal wöchentlich Musiktherapie bei Frau Sonntag, die Therapie findet - wie einige unserer Therapien - in den Räumen von KinderLeben e.V. statt.

Maike ist aufgrund einer sehr schweren Epilepsie, einer Stoffwechselerkrankung und eines Balkenmangels in der palliativen Versorgung. Sie wird zuhause von ihren Eltern versorgt. Die Zeit im Tageskinderhospiz, wo sie auch ihre Musiktherapie erleben kann, ist eine Bereicherung für Maike und bringt zuhaue Entlastung und Ruhe. Ein Geschwisterchen ist unterwegs und wird das Familienleben bald noch bunter machen.

Zu Beginn der Musiktherapie wird Maike bequem auf das Klangbett gelegt. Da sie fast durchgängig mit Sauerstoff versorgt wird, muss auch hierauf bei der Lagerung geachtet werden. Spüren und erspüren, was Maike an Anregung braucht und wann es ein Zuviel an Reizen und Eindrücken ist, zeigt den äußeren Rahmen der Stunde: Die Melodien der Gitarre, die Stimme der Musiktherapeutin, der Klang der Klangschale, der Rhythmus einer Rassel sind musikalische Impulse, die gesetzt werden und vielleicht eine Resonanz beim Gegenüber finden. Auch das Hin- und Her-Wiegen zum Summen und Singen der Musiktherapeutin ein fester Bestandteil in der Therapie – so kann Maike sich und Ihren Körper spüren. Je länger die therapeutische Beziehung und somit auch intensiver die Begegnungen zwischen Maike und Judith Sonntag sind, desto klarer sind die Zeichen zu verstehen, die Maike gibt. Und manchmal, ja – da fühlt sie sich so sicher und geborgen, dass sie friedlich schläft und das Schlusslied bereits in ihren Träumen hört.

 

Stand Oktober 2012

 

Der Tod ist groß.
Wir sind die Seinen lachenden Munds.
Wenn wir uns mitten im Leben meinen,
wagt er zu weinen mitten in uns.
(Rainer Maria Rilke)


In den frühen Morgenstunden am 18.09.2012 ist Maike friedlich zuhause in ihrem Bett gestorben. Maike hatte vor kurzem ein gesundes Brüderchen bekommen. Die Musiktherapeutin Judith Sonntag, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von KinderLeben und wir von Helenes Helfern blicken dankbar auf die Zeit mit Maike und sind in Gedanken bei ihrer Familie.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. April 2013
 
Musiktherapie für Amelie Drucken E-Mail
Mittwoch, 20. Juni 2012

Amelie musiziert Dank „Helenes Helfern“ seit dem Herbst 2011 mit Roland. Amelie ist fünf Jahre alt und lebt mit Eltern und den drei Geschwistern in Berlin. An ihrem 4. Geburtstag erkrankte sie aus völliger Gesundheit an einer vermutlich viral bedingten Entzündung des Hirnstamms und des angrenzenden Rückenmarkes. Glücklicherweise überlebte sie die kritische Phase dieser Erkrankung, ist aber seitdem weitgehend gelähmt. Da auch die Atemmuskulatur betroffen ist, wird Amelie mit einem kleinen transportablen Heimbeatmungsgerät über eine Kanüle in ihrer Luftröhre beatmet.

Nach dem akuten Ereignis waren langwierige Klinikaufenthalte in speziellen Einrichtungen nötig, die sehr weit vom Heimatort entfernt lagen und die Familie war beinah ein Jahr lang getrennt. Besonders für die beiden älteren Geschwister, die mit dem Vater in Berlin blieben, war das eine schwere Zeit. Im August 2011 konnte Amelie nach Hause zurückkehren. Alle Familienmitglieder brauchten Zeit, sich an das neue Leben zu gewöhnen: die ständige Gegenwart einer Krankenschwester, die Amelies gestörte Atemtätigkeit überwacht, die kleine Intensivstation mitten im Kinderzimmer und den unglaublichen Aufwand, der nötig ist, damit Amelie in ihrem Kindergarten pünktlich zum Morgenkreis kommt.

Die Geschwister verarbeiten das Geschehen auf ihre Weise – es gibt kaum noch ein Kuscheltier ohne „Beatmung“ und keine Barbi ohne PEG (Magensonde). Trotz der schweren Erkrankung, ist Amelie ein aufgewecktes und unternehmungslustiges Mädchen, das „Rosa mit Glitzer“ über alles liebt sich auf ihre Einschulung im Sommer freut.

Rolands Besuche werden immer sehnsüchtig erwartet und es gilt zunächst, den Geschwistern klar zu machen, wessen Besuch da gekommen ist. In der Schlussrunde werden Zuhörer und Mitsänger dann aber meist huldvoll geduldet. Man muss sagen, dass die beiden eher die lauten Töne lieben. Die selbstverfassten Texte sind zuweilen nicht ganz stubenrein, aber immer aktuell. „Das Lied für die Elise“, das auf diese Weise entstanden ist (Amelies Beatmungsgerät heißt Elisée), hat das Zeug die Hymne aller Kinder zu werden, die zu Hause beatmet werden. Egal in welcher Stimmung Amelie ist, gibt ihr die Musiktherapie die Möglichkeit, sich auszudrücken und ihre oft extremen Erfahrungen auf kreative Weise verarbeiten zu können.

Nach einer eingreifenden Operation an der Wirbelsäule, die Anfang April im Altonaer Kinderkrankenhaus durchgeführt worden ist, muss sich Amelie gerade zum ersten Mal in ihrem Leben mit heftigen Schmerzerfahrungen auseinandersetzen. Sicher wird auch daraus ein Lied entstehen.

Wir möchten uns auf diesem Weg ganz herzlich bei „Helenes Helfern“ bedanken!

Update Dezember 2012

Amelie hat eine schwere Zeit überstanden und ist gut in der neuen Entwicklungsstufe - Schule - angekommen. Viele andere Therapieformen (darunter auch von den Kassen zu finazierende) können ihr bei der Konflikt- und Erlebnisverarbeitung helfen. Aus diesem Grund haben wir uns in Gesprächen mit der Familie und unserem Therapeuten dafür entschieden, die Musiktherapie langsam zu beenden. Wir wünschen Amelie und ihrer Familie weiterhin alles Gute und viel Kraft für ihren weiteren Weg!

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, 16. Dezember 2015
 
Musiktherapie für Ella Drucken E-Mail
Sonntag, 15. April 2012

Seit dem Start des Kindertageshospizes KinderLeben in Hamburg finanzieren wir von Helenes Helfer den musiktherapeutischen Bereich der Einrichtung.

Unsere neuste kleine Patientin ist die kleine zweijährige Ella. Ella leidet an einer unbekannten neurologischen Erkrankung. Seit Februar 2012 wird sie von unserer Musiktherapeutin in den Räumen von KinderLeben einmal wöchentlich begleitet. Da Musiktherapie nicht in den Leistungskatalog der Krankenkassen fällt, wird sie von Helenes Helfer e.V. finanziert.

Bei Aufnahmen für einen Fernsehbeitrag wurde auch die musiktherapeutische Situation zwischen Ella und der Musiktherapeutin Judith Sonntag gefilmt. Im folgenden Filmausschnitt sind einzelne Szenen zu sehen, die Judith Sonntag reflektiert und kommentiert. (Filmausschnitt, Einspieler bei Minute 48):

"Mir ist es wichtig, dass ich Ella zugewandt bin. Ich versuche, ihren Blick zu erhaschen. Neben dem Spiel auf der Gitarre und kleinen Rhythmusinstrumenten ist die Stimme das verbindende Glied zwischen Ella und mir. Ella wählt die Stimme, um Sich-mitzuteilen und In-Kontakt zu gehen. Die Laute aufgreifend und variierend treten wir auf diese Weise miteinander in Beziehung: „ahh“ – „uauah“ –„ohahaoah“.

Die in der Therapiestunde gesungenen Kinderlieder bieten die Möglichkeit, Emotionen auszudrücken und Situationen zu benennen: „Kuckuck, kuckuck ruft´s aus dem Wald. Lasset uns Singen, Tanzen und Springen. Frühling, Frühling wird es nun bald.“ Ella ist zwei Jahre alt. Ihre Mutter sagt im Interview mit TIDE TV „Sie hat irgendeine neurologische Erkrankung, man hat bisher nicht herausfinden können, was. Sie hat fast seit Geburt epileptische Anfälle, die sich nicht einstellen lassen durch Medikamente und ja, es ist ein Entwicklungsstillstand. Sie kann letztlich gar nichts außer Schlucken und ganz bisschen greifen. Was sie gerne hat, ist alles was mit Musik zu tun hat; hier gibt es auch eine Musiktherapeutin, das ist natürlich eine feine Sache, dass Ella diese bei KinderLeben e.V. bekommen kann…“.

Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. April 2013
 
Musiktherapie für Paul Drucken E-Mail
Donnerstag, 01. März 2012

Paul kam mit einer angeborenen Fehlbildung des Herzens zur Welt. In seinen ersten Lebensmonaten wurde er bereits mehrfach operiert. Im Sommer des vergangenen Jahres wurde ein Herzschrittmacher implantiert, welcher derzeit nicht richtig arbeitet. Krampfanfälle erschweren zudem den Alltag. Besuche beim Kardiologen und weitere Operationen gehören zu Pauls Leben wie Essen, Trinken und Spielen dazu.

Paul ist mittlerweile drei Jahre alt und kennt die Musiktherapie durch eine Therapeutin im Rahmen der Frühförderung. Mit Ende des dritten Lebensjahres endet diese Form der Therapieübernahme durch die Krankenkasse. Da Paul außerordentlich von der Musiktherapie profitieren kann, seine Familie jedoch die Finanzierung der Therapie nicht eigenständig aufbringen kann, wandte sich Pauls Mutter mit der Bitte um eine weiterführenden Musiktherapie an Helenes Helfer e.V.

Seit November 2011 finanzieren wir Paul eine wöchentliche Therapie bei unserer Musiktherapeutin Frau Judith Sonntag.

Frau Sonntag berichtet:

"Paul ist mit den Instrumenten und dem spielerischen Umgang vertraut. Es gelingt ihm schnell, zu der neuen Musiktherapeutin Vertrauen zu fassen, das Instrumentarium und der spielerische Umgang damit sind ihm bereits bekannt. Die ersten musiktherapeutischen Sitzungen fanden bei ihm zuhause statt, die Mutter konnte schon ab der ersten Stunde den Raum verlassen.

Seit Dezember kommt er nun in meine Praxis, wo ihm ein größeres Repertoire an Instrumenten und auch die Erkundung neuer Räume ermöglicht werden.   Paul ist ein offenes und neugieriges Kind, welches die Musik liebt und mit einem gewissen Froscherdrang Neues probiert, wenn Vertrautes als Basis bestehen bleibt. Für die Musiktherapie wünscht sich seine Familie (Eltern und eine ältere Schwester), dass er einfach Freude und Spaß am Singen und Musizieren hat, mehr Sicherheit in körperlichen Bewegungen gewinnt und sich auch ihm nicht so nahen Menschen gegenüber selbstbewusst behauptet."

Zuletzt aktualisiert am Montag, 29. April 2013
 
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